Amy Chua gilt seit der Veröffentlichung ihres Buches "Die Mutter des Erfolgs" als strengste Mutter der Welt.
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/nachrichten/334808.html
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,741314,00.html
Ihre Thesen und Methoden sind heiß umstritten und sorgen für ausufernde Diskussionen.
http://eltern.t-online.de/-tiger-mutter-amy-chua-lesermeinungen/id_44171824/index
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Warum-chinesische-Muetter-besser-sind/story/28742025
Amy Chua setzt auf gnadenlosen Drill. "Mir war es wichtig, dass Sophia und Lulu fließend Mandarin und Englisch lernen und dass sie nur Einsen nach Hause bringen. Sophia konnte mit 18 Monaten das Alphabet. Während andere Kinder lernten von eins bis zehn zu zählen, habe ich ihr die Grundrechenarten und Dezimalzahlen beigebracht. Als sie drei war, las sie Sartre. Natürlich wollte ich, dass meine Kinder Hobbys haben - aber nicht so etwas wie Handarbeit, die zu nichts führt, sondern etwas Sinnvolles und Schwieriges, mit Potential für Tiefe und Virtuosität..." (aus einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel Ausgabe 4/2011)
Als eine der Töchter in einem Mathe-Wettbewerb nur Zweite wurde, hinter einer kleinen Koreanerin, musste sie fortan allabendlich 2.000 Rechenaufgaben lösen, so lange, bis sie wieder die Nummer Eins war. Chua sagt:"Chinesische Eltern verstehen, dass nichts Spaß macht, bis man gut darin ist. Um gut in irgendwas zu werden, muss man arbeiten. Kinder wollen von sich aus nie arbeiten."
Was ist das für eine Philosophie? Hier werden Kinder zu Robotern ohne eigene Seele erzogen. Eine zu lasche Erziehung ist genauso schädlich wie eine zu strenge. Anstatt sich jedoch den angeborenen Narzissmus eines jeden Menschen zu eigen zu machen und ihn durch Lob und durch individuelle Erfolgserlebnisse zum Lernen anzuregen, setzt Amy Chua auf den von ihr vorgegebenen Stoffplan und das von ihr festgesetzte Erziehungsziel. Rücksicht auf Neigungen und Schwächen ihrer Kinder wird nicht genommen.
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass hier nur die narzisstischen Bedürfnisse einer einzigen Person befriedigt werden, nämlich die der Mutter.